VERBINDUNG

von Herz und Verstand

KLARHEIT

KLARHEIT.

Die zweite Etappe auf unserem Weg der Herzensqualitäten ist eine Einladung, unseren von hinderlichen Gedankenmustern und Glaubenssätzen gereinigten und befreiten Verstand mit unserem Herzen zu verbinden, auf das zu hören wir ja auch geübt haben. Sie beginnt mit der Klarheit – und das heißt beispielsweise

  • unterscheiden können zwischen Nützlichem und Schädlichen, Trennendem und Verbindenden, Förderlichen und Hinderlichen, Wesentlichem und Überflüssigem
  • das Wesentliche, Wichtige, Wahre erkennen: das Wesen der Dinge, das Wesen des Ganzen – und deinen eigenen Wesenskern
  • auf deine innere Stimme, die Stimme deines Herzens, deines reinen Gewissens hören – dich nicht verwirren lassen von eigenen trennenden Gedanken, von Einflüsterungen gutmeinender Rat-GeberInnen oder ungesunden Zwängen unserer Überfluss- und Überdruss-Gesellschaft
  • Klarheit, Reinheit, Einfachheit in dein Leben bringen – weglassen was dich stört, von deinem Weg abbringt, dich an der Verwirklichung deiner Wünsche, Träume und deiner eigentlichen Lebensaufgabe hindert
  • dir selbst klar sein, wer du bist, was du willst, was du kannst, was du tust
  • klar sein oder klar werden gegenüber den Menschen, die dir wichtig sind, im Ausdruck deiner Gedanken und Gefühle, deiner Wünsche und deiner Absichten

Klar zu sein macht dir selbst große Freude, macht dir und anderen das Leben leicht, und macht es auch leicht(er), dich zu dem Menschen zu entwickeln, der du sein möchtest, der du eigentlich bist.
Langes Nachdenken und Abwägen von Pro und Kontra bringt doch meist genau das Gegenteil der erhofften Klarheit: Der Verstand verwirrt wohl auch dich öfters, statt dir zu helfen. Dein reines Herz, dein reines Ge-wissen weiß genau, was gut ist für dich selbst und für die Gemeinschaft, was wirklich wesentlich ist. Es öffnet dir die Augen für die sensible Klarheit, ein subtiles Verständnis der Wahrheit. Das Wesentliche tritt klar hervor, Überflüssiges, Unwichtiges, Hinderliches kannst du erkennen und vermeiden. Die Ordnungsprinzipien des Universums werden deutlich und zeigen sich in ihrer Einfachheit und Schönheit. Diese Klarheit deines Herzens und diese Reinheit deines Gewissens erleichtern dir auch ganz wesentlich deine Alltagsentscheidungen.

VERTRAUEN

Erfrischende Klarheit ermöglicht wirkliches

VERTRAUEN:

Vielleicht ist auch dir klar geworden, wie wichtig viele der bisher bereits getanzten Herzensqualitäten für ein gesundes Vertrauen sind, z.B.

  • die Wahrhaftigkeit, echt du selbst zu sein,
  • der Mut, dir selbst zu trauen,
  • die Fähigkeit, auch deine “Schattenseiten” anzusehen und anzunehmen,
  • die Erkenntnis, dass du selbst die Verantwortung für dein Leben hast,
  • die Größe, dir selbst und anderen zu vergeben, auch und besonders für Vertrauensverletzungen.

Dich mit all deinen Stärken und Schwächen selbst zu achten und als wertvoller integrer Mensch zu fühlen und zu erleben, das gibt dir die notwendige Sicherheit für ein wirkliches grundlegendes VERTRAUEN.
Damit ist nicht ein naives blindes Vertrauen gemeint zu allem und jedem. Leider ist nicht alles “gut” so wie es ist, sondern es ist eben so, wie es ist. Manches kannst du ändern, manches nicht. Darauf kannst du vertrauen – mit Sicherheit.
Gemeint ist das Ur-Vertrauen – das Vertrauen in das Leben, in die Liebe, in das Prinzip der Verbindung. Vertrauen können, dass Helfen und Schenken belohnt wird, ganz automatisch, dass geschenkte Zeit, Aufmerksamkeit und Liebe mehrfach zurückkommt zu dir. Vertrauen darauf, dass es auch in schwierigen Situationen immer weitergeht im Leben, nicht nur irgendwie, sondern meistens besser und schöner. Vertrauen darauf, dass du dir selbst helfen kannst oder dir geholfen wird.
Vertrauen beginnt mit Selbstvertrauen. Dir selbst trauen, dass gut und richtig ist, was du tust, wenn es von Herzen kommt, wenn es deinem sicheren Gefühl und der inneren Stimme deines reinen Gewissens entspringt. Ganz egal, wie gerade jene denken, reden, reagieren, die selbst von Mißtrauen, Ängsten, Vorurteilen, Schein-Werten getrieben werden oder sich treiben lassen.
Auf dich selbst vertrauen, heißt auf deine Kraft, auf deine Fähigkeiten, auf deine inneren Werte, deine Weisheit und Stärke, auf deine Liebesfähigkeit zu vertrauen. Das gibt dir so viel Sicherheit, dass du ganz leicht Vertrauensvorschüsse verschenken kannst – und auch einen Vertrauensverlust, eine Vertrauensverletzung akzeptieren, wegstecken kannst ohne selbst ins grundlegende Misstrauen zu fallen.
Misstrauen ist Trennung, ist Angst vor dem Verlust der Verbindung. Vertrauen ist Verbundenheit, ist eine Form von Liebe.
Und schließlich kannst du wirklich vertrauen in die Intelligenz des Universums, das für alle klitzekleinen und riesengroßen “Probleme” die passende Lösung “weiß” – und dafür sorgt, dass diese Lösung auch geschieht. Das Universum ist ja nicht dumm und bringt sich selbst um…
Wenn du angeschlossen bist mit deinem Urvertrauen an diese universelle Intelligenz – dann kannst du auch aus dem “Schlimmsten” noch das Beste machen. Das Beste für dich, für deine Mitmenschen, für die Welt.
Das Vertrauen in dich selbst und die anderen Menschen ist eine wichtige Voraussetzung, dass diese Vertrautheit, Offenheit, Harmonie, Über-Ein-Stimmung, diese liebevolle achtsame und starke Gemeinschaft entstehen kann, die wir immer wieder neu erschaffen in der gemeinsamen Bewegung, in Begegnung und Kontakt, in Verbindung und Austausch. Die so wundervoll wohltuend, so unendlich wichtig und wertvoll ist für uns alle.

OFFENHEIT

OFFENHEIT.

Erfüllt mit VERTRAUEN kannst du dich öffnen für das Schöne im Leben – für deine Gefühle, für liebevolle Menschen, für die Liebe. Und umgekehrt kann dir der Mut, dich mehr und mehr zu öffnen, dich zu zeigen, dich einzulassen auch mehr Vertrauen bringen.

Das Leben ist lebensgefährlich, sagte mal Rolando Toro. Wirklich offen zu sein bedeutet eben offen zu sein für Geschenke, aber auch für Angriffe und Bedrohungen. Da helfen dir dein Mut, deine Kraft, deine Klarheit und dein Vertrauen:

  • Der Mut, dich trotzdem für die Geschenke des Lebens zu öffnen.
  • Die Kraft, Angriffe abzuwehren, Schädliches von dir fernzuhalten.
  • Die Klarheit, Geschenke und Bedrohungen zu unterscheiden.
  • Und das Vertrauen in dich selbst und das Urvertrauen, dass dir Öffnung trotz der Gefahren ganz neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffnet.

Wenn du dich dicht machst aus Angst vor allem, was dir widerfahren könnte, dann kann auch die Liebe nicht in dich hinein und aus dir herausfließen. Dann wirst du einsam und allein bleiben und nicht offen sein für deine eigene Entfaltung und die vielen hilfreichen Impulse von außen.
Wenn du dir erlauben kannst, dich auf die Abenteuer des Lebens wirklich offen und voll Freude einzulassen, dann wird das Leben wirklich interessant und spannend, lebendig und lehrreich, erfüllt und beglückend.Die Belohnung: Deine Gefühle werden weich, rund und tief; das Leben zeigt sich voller Frische, Lebendigkeit und Natürlichkeit. Du kannst die vielen liebevollen Menschen und ihre Botschaften und Geschenke an dich wahrnehmen und annehmen.
Als offener Mensch bist du sicher und selbstbewusst. Du strahlst eine natürliche Schönheit aus. Du hast es nicht mehr nötig, andere zu beeindrucken. Du spürst, wie unwiderstehlich du bist, wenn du dich genauso gibst, wie du bist! Wenn du diese Wände, Mauern, Panzer um dich herum endlich verschwinden lässt, die dich geschützt haben, aber jetzt nur noch behindern. Wie leicht wird es da für andere, dich zu mögen und zu lieben. Und natürlich auch für dich selbst: Du kannst völlig fremde Menschen ungezwungen anlächeln, ihnen so vertraut begegnen, als würdest du sie schon ewig kennen. Weil du sie in ihrer Ganzheit annehmen kannst und dich dabei selbst in deiner Wahrhaftigkeit zeigst.
Offen sein heißt auch empfänglich sein für die universelle Wahrheit, für die Wirklichkeit, für die Liebe. Offenheit ist ein Geschenk der Liebe und doch ist sie auch Resultat deiner bewussten Bemühungen. Durch den Mut zu Wahrhaftigkeit, durch deinen festen Willen, die Verantwortung für dein Leben zu übernehmen, durch die Entwicklung der Herzensqualitäten.
Diese Offenheit lässt dich deinen ureigenen Lebensweg finden und ihn auch wirklich gehen.

DISZIPLIN

Durch Offenheit für Veränderung, für Neues, für das Schöne im Leben kann der dringende Impuls entstehen, endlich wirklich zu verwirklichen, wonach du strebst, wonach du dich sehnst. Und was brauchst du wohl für diese Verwirklichung?

Gesunde DISZIPLIN!

Disziplin, die Freude macht. Disziplin, die dir leicht fällt. Disziplin, die dich zum Erfolg führt, zu Erfolgs-Erlebnissen. Gesunde Disziplin im Einklang mit deinem Gewissen. Disziplin, die dich befähigt, dich selbst und deine kühnsten Träume zu verwirklichen. Und JETZT damit zu beginnen.
Ohne Offenheit für Neues, ohne Mut zu Veränderung, ohne Willenskraft auch Widerstände zu überwinden, ohne Selbstachtung ist Disziplin bloß die Unterwerfung unter Normen, Regeln und Gesetze, die uns von außen aufgezwungen werden. Weltfremde und lebensfeindliche Gesetze, gegen die unser liebendes Herz und unser reines Gewissen aufschreien. Und trotzdem lassen wir uns immer wieder disziplinieren, uns selbst, anderen Menschen oder unserer Umwelt zu schaden, Trennung, Ungerechtigkeit, Zerstörung zu erzeugen oder aufrechtzuerhalten. Diese Disziplin, diese Unterwerfung unter lebensfeindliche Normen gilt es zu überwinden und zur gesunden SELBSTDISPZIPLIN zu kommen, die dich und uns alle zur Liebe, zur Freiheit und gleichzeitig zur Verbundenheit führt.Also jene Konsequenz, mit der du auch wirklich tust, was du als wünschenswert, wichtig oder notwendig erkannt hast. Was du tun “musst”, weil dir das dein Herz, dein Gewissen, deine innere Stimme sagt. Weil es dir gut tut, dich weiterbringt, dich letztlich zufrieden und glücklich macht – auch wenn es dich Mut, Überwindung, Anstrengung kostet. So kannst du deine selbstgesteckten Ziele erreichen, deine Wünsche erfüllen, deine Träume verwirklichen.
Es ist zu wenig, bloß zu wissen, wo es lang geht und wie. Wenn du die nötigen Schritte nicht wirklich gehst, kommst du nicht weiter. Erst durch diese Selbst-Disziplin, das Not-Wendige zu tun, im richtigen Augenblick, aber dann wirklich mit voller Energie, kannst du all deine Herzensqualitäten im Leben verwirklichen.
Echte Disziplin entspringt aus dem tiefen Bedürfnis, das Schwere, Schwierige, Leidvolle – Sorgen, Konflikte, Probleme aufzulösen und in Leichtigkeit, Verbundenheit und Gemeinsamkeit zu verwandeln. Es wäre doch schade, deine Zeit und Energie weiter mit Negativem zu verschwenden.
Gerade diese echte Disziplin kann große Freude machen – wenn du es wieder einmal geschafft hast, das zu tun, was wirklich wichtig ist:
Deine Selbstdisziplin hilft dir, Unsicherheiten und Zweifel zu überwinden und wirklich zu handeln, mehr Erfolg, Glück und Liebe in dein Leben zu bringen. So kannst du dein Leben selbst gestalten und selbst die stärksten Turbulenzen gut überstehen.

GEHORSAM

GEHORSAM.

Horche auf dein Herz, spüre wo es dich hinzieht und folge dem Ruf deines Herzens: Herzlicher GEHORSAM!
Das Herz des Menschen verbindet alle Organe über das Blut, das es unermüdlich durch unseren Körper pumpt und sie mit Sauerstoff, Nahrung, Energie versorgt. Und es ist gleichzeitig jene Körperstelle, an dem wir diese lebendige Wärme, dieses Pulsieren des Lebens spüren können und wo so wundervolle Gefühle wie Verbundenheit, Mitgefühl und Liebe fühlbar werden. Und über dieses Herzstück unseres Körpers sind wir auch mit allen anderen Lebewesen gefühlsmäßig verbunden, mit Menschen, Tieren, Pflanzen, mit unserer lebendigen Erde.
Was liegt uns also näher als unser Herz? Was liegt also näher, als auf die Impulse, Signale, Gefühle unseres Herzens zu hören? Unser Verstand kann diese Rufe des Herzens in Worte fassen – wenn er gereinigt ist von ungesunden und lebensfeindlichen Prägungen und Vorstellungen, wenn er offen ist für diese Signale des Herzens und auch für die Signale des Herzens anderer Menschen. Wenn es uns so gelingt, Herz und Verstand zu verbinden, diese unmissverständlichen Rufe unserer inneren Stimme wahrzunehmen, zu deuten und ihnen zu folgen – also zu gehorchen, dann ergeben sich deine Lebensentscheidungen – die winzig kleinen wie die großen folgeschweren ganz wie von selbst. Du weißt in jedem Moment, was du tun sollst und was du lassen sollst, wohin es dich zieht und wovon es dich abhält, wo du dich verbinden sollst und wo abgrenzen. Und dabei dich verbinden, verbunden sein und verbunden bleiben mit dem Herzen jener Menschen, die im Moment da sind für dich und für die du da bist.
Wie auch andere Herzensqualitäten gibt dir dieser Gehorsam für die Rufe deines Herzens Klarheit, Sicherheit, Kraft und Herzlichkeit und ist ein sicherer Wegweiser durch das Labyrinth des Lebens.
Wir haben es ja schon öfters geübt, auf die Stimme unseres Herzens zu hören. Diesmal sind wir aufgefordert, noch genauer, noch länger hin- und hineinzuhorchen, diesen Herzensrufen bedingungslos zu folgen und so all die wunderbaren Begegnungen und Erlebnisse zu erschaffen und zu genießen, die erst in dieser Herzensverbindung zu dir selbst, zu anderen Menschen und zu Gemeinschaft möglich werden.

DEMUT

DEMUT.

Nicht jene ins Gegenteil verkehrte Demut ist gemeint, die uns klein, bedürfnislos, sündhaft oder schuldig machen möchte, willenlos demütig, unterworfen dem Willen einer herrschenden Macht, die uns demütigt.

Demut ist die Erkenntnis, dass du ein lebendiger Teil des gesamten Universums bist und das Universum auch durch deinen persönlichen Beitrag lebt, wirkt, sich verändert.Demut ist das Gefühl, eingebettet zu sein in das gesamte Universum mit all seinen lebendigen Wesen: Menschen, Tiere, Pflanzen, alle haben ihren Anteil an der gemeinsamen Aufgabe, das gesamte Leben des Universum in lebendiger Bewegung und Veränderung zu halten.Demut ist der Mut, deinen ganz speziellen Beitrag zum Leben des Universums auch wirklich zu leisten: Durch dein Sein und durch dein Handeln – im Einklang mit dem Ganzen. Vielleicht bedeutet ja auch der Wortanfang den göttlichen, gesamthaften Aspekt des Mutes: De-Mut – göttlicher Mut…
Das Universum wirkt (auch) durch dich und du wirkst durch die universelle Kraft des Ganzen. Wirkst du trennend, verschwenderisch, zerstörerisch, dann bewirkst du auch Trennung, Verschwendung, Zerstörung im Universum. Das tut dir nicht gut und allen Wesen die direkt mit dir verbunden sind. Wirkst du aufbauend, verbindend, harmonisierend, mit Verantwortung, Mut und Liebe, dann bewirkst du liebende Verbindung, Harmonie, Heilung – bei dir selbst, bei den anderen, beim Ganzen. Und das ist stimmig, das funktioniert, fast mühelos und wie von selbst.
Indem du bist wie du bist und auch wirklich tust, wozu dich deine eigene innere Stimme, dein Gewissen, dein Herz-Gefühl immer wieder aufruft, leistest du deinen aktiven einzigartigen Beitrag zu diesem ewigen Fluss des Lebens. Indem du für dich selbst sorgst und für die Gemeinschaft, für das Ganze. Nicht weil dir das irgendein Gott, Meister, Lehrer oder Politiker vorschreibt, sondern freiwillig. Frei-willig. Weil dein individueller Wille mit dem “Willen” des Ganzen über-ein-stimmt. Weil du die Wichtigkeit und Richtigkeit erkannt hast, weil du es wirklich spüren kannst, weil du es wirklich leben willst. Und wenn du es gerade nicht spüren kannst, hilft dir die Demut, dich wieder daran zu erinnern, dich zu verbinden mit deinem eigenen Herzen und dem Herzen herzlicher Menschen, die wie du bereit sind, ihren Beitrag zur Lebendigkeit und Weiterentwicklung der menschlichen und universellen Lebens-Gemeinschaft zu leisten.
Das Wirken von immer mehr ökologisch, spirituell und sozial bewussten Menschen verändert das gesamte Geschehen im Universum. Dieses individuelle Wirken im Einklang mit dem Ganzen ist es, was die positiven Veränderungen der heutigen Zeit bewirkt. Obwohl ein großer Teil der Menschheit immer noch glaubt, dass wir Menschen uns als Herrscher der Welt außerhalb oder überhalb der Naturgesetze stellen können und unreflektiert alles machen dürfen, was machbar ist (z.B. Genmanipulationen, Atomkraft).
Es wird immer deutlicher und intensiver, dieses liebevolle Energiefeld, das wir bei den Biodanza-Abenden gemeinsam erschaffen. Diese tiefe Freude über die eigene Existenz, das Erleben der beglückenden Harmonie zwischen dir und dem Ganzen. Dieser Frieden und diese Befriedigung, Teil zu sein und teilzuhaben. Das alles erzeugt diese wunderbare frei-willige Demut, die dir unglaubliche Kraft und Sicherheit, liebende Macht und tiefe Freude bringt.
Die bisherigen Herzensqualitäten haben uns zur Erkenntnis und zum Erleben unserer eigenen schöpferischen Souveränität im Einklang mit der gesamten Schöpfung geführt. In der Demut sind wir genau in der Mitte unseres Weges der 33 Herzensqualitäten und dürfen unser Leben wieder ganz bewusst und mit großer Freude erleben und feiern.

AUFMERKSAMKEIT

Bist du schon gespannt, wohin die essenzielle Demut führt? Dich führt? Direkt ins Hier und Jetzt in, in deine volle

AUFMERKSAMKEIT.

Wenn du mit uns in diese Demut getanzt bist, hast du es ja vielleicht selbst erfahren, erlebt, gespürt, dass das Universum (auch) durch dich wirkt, durch dieses einzigartige Wesen mit deinem ganz speziellen Mix aus Fähigkeiten und Herzens-Qualitäten. Alle deine Gedanken, Gefühle, Gesten, Bewegungen bewegen dich selbst und das Universum. Sofort, direkt, unmittelbar, HIER auf deinem Platz in der Welt, JETZT im gegenwärtigen Augenblick. Jeden Moment kannst du das neu erleben – wenn du da bist, präsent bist, AUFMERKSAM darauf achtest, was in dir und um dich herum vorgeht. Von den kleinsten Regungen in deinem Körper, in deiner Seele, bis hin zu den gewaltigen Veränderungen auf unserer Welt wie Naturkatastrophen und Wirtschaftkrisen, Zerstörung und Erneuerung. Altes stirbt, Neues entsteht. Die Vergangenheit ist vorbei, in jedem Moment – du kannst sie nicht mehr ändern, du kannst aus ihr lernen – und sie dann hinter dir lassen. Um aufmerksam im Fluss des Lebens zu bleiben, der immer nach vorne fließt. Alles fließt, verändert sich, wird verändert. Auch durch dich.
Du bist also nicht bloß geschockter oder staunender, verunsicherter oder erwartungsvoller, frustrierter oder lustvoller Zuseher. Du bist auch Akteur in diesem ganzen Geschehen, durch deinen bewussten, gewollten, persönlichen Beitrag, mit dem du die Gegenwart beeinflussen und damit unsere gemeinsame Zukunft mitgestalten kannst: Mit deinen Ideen, mit deinen Worten, mit deinen Handlungen.Wenn du aufmerksam verbunden bleibst mit deinem Herzen, achtsam verbunden mit dem Herzen der anderen Menschen, dann bist du verbunden mit dem Pulsschlag des Lebens, der universellen Wahrheit und kannst verbunden mit dieser Wahrheit im Hier und Jetzt das pulsierende Leben erleben – und mitgestalten.

Ganz aufmerksam und bewusst im Hier und Jetzt die Schwingungen der Musik zu hören, durch deinen Tanz lebendig werden zu lassen, dich mit den anderen Menschen in Herzlichkeit zu verbinden und gemeinsam wieder eine wunderschöne Perlenkette von begeisternden, berührenden und beglückenden Erlebnissen ganz im gegenwärtigen Moment erschaffen und genießen.

ACHTSAMKEIT

ACHTSAMKEIT.

Die Qualität der Aufmerksamkeit vorige Woche hat uns zum wachen Erleben und aktiven Gestalten des gegenwärtigen Augenblicks ermuntert: Voll achtsam SEIN.

Nun geht es speziell um dieses aufmerksame achtsame Wahrnehmen: Einfach nur beobachten, beachten, achten, was HIER und JETZT IST: In deinem Inneren, in deinem Körper – deine Empfindungen, deine Gefühle, deine Gedanken. Und im Außen, vor deinen Augen, für deine Ohren, für deine Nase, auf deiner Haut – das Leben in Bewegung, Menschen, Tiere und Pflanzen, Sonne, Mond und Sterne. Bilder, Bewegungen, Begegnungen, Ereignisse. Das Ganze ganz einfach Wahrnehmen – ohne Nachdenken, Bewerten, Beurteilen – ohne Absicht etwas tun, lenken oder verändern zu wollen. Ganz einfach SEIN – voll achtsam sein.

Dieses achtsame Sein ist wie eine innige und liebevolle Umarmung der momentanen Wirklichkeit, ein vollkommenes Annehmen von allem, was gerade geschieht und was du selbst gerade eben tust, fühlst und denkst. Wenn dir das gelingt, kommst du in dieses wundervolle Gefühl totaler Leichtigkeit und unendlicher Freiheit bei gleichzeitiger inniger Verbundenheit mit deiner Umgebung.

Die Intensität deiner Wahrnehmung lässt dich die ganze Schönheit des Lebens schauen.

Nur in voller Achtsamkeit kannst du die Energie des Augenblicks bewusst wahrnehmen, annehmen, aufnehmen und zur aktiven Gestaltung deiner Wirklichkeit verwenden.

Wieder können wir diese wundervolle Herzensenergie erleben und genießen, die wir uns selbst durch unsere Bewegungen und Begegnungen in großer Achtsamkeit gemeinsam erschaffen.

KONZENTRATION

KONZENTRATION

auf das Wesentliche

Achtsamkeit lässt dich das pulsierende Leben bewusst wahrnehmen: Empfindungen, Gefühle, Gedanken. Impulse von innen und von außen, die dich erkennen lassen, was im Leben für dich jetzt wichtig und wesentlich ist. Das Wesentliche zu erkennen bringt Klarheit und zielgerichtete Kraft. Und macht es leicht(er), dich genau darauf  zu konzentrieren, jetzt das Wichtige und Richtige zu tun, um dein Leben jetzt nach deinen Wünschen zu gestalten, deine Träume zu verwirklichen.

Lenke deine ganze Aufmerksamkeit auf das Wesentliche, lass dich nicht mehr aufhalten, abhalten, abbringen. Und dann lenke deine ganze Energie genau dorthin, wo du sie brauchst: klar, kraftvoll, unbeirrt auf dein(e) Ziel(e) gerichtet. Konzentriert auf das Wesentliche gehst du deinen Weg. Verbunden mit deinem Gewissen, mit deinem Herzen, mitten drin im Fluss des Lebens, mit deiner Liebe zum Leben und seiner Fülle an Möglichkeiten, Schönheit und Energie, und verbunden mit anderen auf die Liebe konzentrierten Menschen wird es dir auch gelingen.

Zentriert und konzentriert nach vorne schauen, gehen, tanzen, einem erfüllten, glücklichen Leben entgegen. Mit ganzem Herzen, mit Leib und Seele, mit allen Fasern deines Seins. Und mit viel Freude, Leichtigkeit und Gemeinsamkeit.

BALANCE

BALANCE

für ein Leben in Ausgeglichenheit und Harmonie:

Alle Herzensqualitäten sind wichtig, die wir uns bisher ertanzt haben. Und die Balance ist ganz besonders wichtig für uns Menschen im Leben. Ausgeglichenheit in allen Lebensbereichen wie ausgewogene Ernährung, Ausgeglichenheit zwischen Aktivität und Erholung, zwischen Pflicht und Vergnügen, zwischen Geben und Nehmen sind ja bekanntlich entscheidend für unsere Gesundheit, Lebensqualität und Zufriedenheit. Also die Balance zwischen dem aktiven Tun und dem passiven Sein, wie ganz zuletzt zwischen der Achtsamkeit im gegenwärtigen Moment und der Konzentration aufs Wesentliche.

Ebenso wichtig ist es, die Balance zu finden unter all den Herzensqualitäten, damit keine vergessen wird oder nicht gelebt werden kann. Und vor allem auch keine einen zu großen Stellenwert, ein Zuviel an Aufmerksamkeit bekommt, damit sie nicht in zwanghafte Dominanz und Einseitigkeit ausartet, also in das Gegenteil einer Herzensqualität. Zum Beispiel kann aus übertriebener Demut Überheblichkeit entstehen oder Schein-Heiligkeit aus missverstandener Achtsamkeit. Wenn wir in diese Falle tappen, erzeugen wir bei unseren Mitmenschen ungewollt größte Abneigung.

Mit der Qualität der Balance können wir immer wieder alle Herzensqualitäten gleichmäßig zu beleuchten versuchen und ein etwaiges Zuwenig oder Zuviel erkennen und ausgleichen.
So wird es uns immer besser und immer wieder gelingen, den goldenen Mittelweg zu finden in die ersehnte ganzheitliche Ausgeglichenheit, emotionale Gelassenheit und beglückende Harmonie im Innen (Zufriedenheit) und Außen (Einfügen in die kosmische Ordnung).

Die beiden vergangenen Abende haben uns zu achtsamem Sein und konzentriertem Tun angeregt, und nun dürfen wir uns darin üben, dazwischen die BALANCE zu finden.

Wir leben in einer sehr bewegten Zeit, von extremen Erscheinungen und Ereignissen bewegt, in einem ständigen Auf und Ab, Hin und Her, Heiß und Kalt, Leise und Laut und vielen andere heftigen Schwingungen. In unserem Innersten sind diese Gegensätze zu spüren, Traurigkeit und Freude, Schmerz und Lust, Zweifel und Klarheit, Trennung und Liebe, in unserem privaten Leben ebenso wie in unserem Arbeitsleben, in der Wirtschaft, in der Politik, und ganz besonders in der Natur. Da ist es wohltuend, wichtig und ganz wesentlich, immer wieder ins Gleichgewicht zu kommen, die Balance herzustellen und die Gegensätze zu leben, beide Pole leben zu lassen und sie immer wieder auszugleichen.

Nicht krampfhafte Ruhe, Vermeidung von Bewegung, Ablehnung der Extreme ist gemeint, sondern die Fähigkeit, die Hochs und Tiefs des Lebens wirklich auszukosten und durchzuhalten und immer wieder in die Mitte zurückzukommen, in die eigene Mitte, dort wo dein Herz schlägt. Kraft, Stärke, Arbeit gehört zu einem erfüllten Leben ebenso wie Hingabe, Genuss, und Erholung. Auch die männlich-intellektuell-aktiven und weiblich-intuitiv-empfänglichen Kräfte in uns wollen wirken, den anderen Teil wirken lassen und sich so immer wieder abzuwechseln, zu verbinden und auszubalanzieren. Ohne dass ein Teil dominiert, sich zuviel Zeit und Raum und Bedeutung nimmt und den anderen Teil zu Boden drückt, das würde zu Spannung, Trennung, Einseitigkeit und Extremismus führen, zu Überheblichkeit, Scheinheiligkeit. Also zu Erscheinungen, die alles andere sind als Herzensqualitäten…

Gerade bei den Herzensqualitäten ist es ganz wichtig, dass du dir nicht jene herauspickst, die dir leicht fallen, angenehm sind und die anderen ungeliebten ungelebten vernachlässigst. Friede braucht beispielsweise Toleranz und Mitgefühl, Freiheit braucht Disziplin und Demut, Humor viel Achtsamkeit. Das Ganze, die Ganzheit, das ganze Leben besteht eben darin, alle diese Teile und Gegensätze zuzulassen, zu leben und in ausreichender Ausgewogenheit den goldenen Mittelweg durch alle Klippen zu finden. Locker und doch fest genug die Balanz, die Lenkstange jenes sensiblen Gefährts zu halten, auf dem du durch dein Leben gondelst, um zu vermeiden, auf der einen oder anderen Seite in Schieflage zu kommen oder gar zu stürzen.

Eine Erinnerung, immer wieder die Balance zu finden zwischen diesen Lebens-Kräften, sie harmonisch zu verbinden und so zu unserer Mitte, zu unserem Herzen zu finden.

GEDULD

GEDULD

Sternstunden erspüren und erwarten können:

In unserer dichten, hektischen, rasend schnellen Zeit mit ihren schweren Krisen und tollen Chancen wäre die Qualität der Geduld ganz besonders wichtig:

  • Hast du für das Wesentliche in deinem Leben die notwendige Geduld?
  • Kannst du den passenden Zeitpunkt für Entscheidungen, Veränderungen und die Erfüllung der sehnlichsten Wünsche erwarten und erkennen?
  • Kannst du bewusst unbefriedigende Situationen “erdulden”, die momentan nicht zu ändern sind, und gleichzeitig immer wieder bewusst daran “arbeiten”, Trennendes in Verbindendes, Konflikte in Konsense, Ablehnung in Liebe zu verwandeln, um die Lage entscheidend zu verbessern?
  • Kannst du Geduld haben mit allem, was (noch) nicht so ist, wie du es dir für dich selbst, für andere Menschen, für deine Umwelt wünschst?

Wenn du diese Geduld aufbringst, kannst du viel leichter deinen Teil dazu beitragen, diesem ersehnten Zeitpunkt näherzukommen. Einem Zeitpunkt, an dem alles vollkommen erscheint, wo die Zeit reif ist, du selbst reif bist, die Umstände günstig sind, der Boden aufbereitet ist, genau die passenden Menschen da sind, damit das “Wunder” ganz wie von selbst, ganz leicht und natürlich geschehen kann. Was jetzt, in diesem Moment, in dieser Sternstunde erst wirklich möglich wird. Das ist Geduld: Auf diesen Moment warten können, ohne Druck, ohne Kontrolle, im Vertrauen, mit Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, um ihn zu erkennen. Und dann nicht mehr zu warten, sondern aktiv zu werden.

Wenn dieser Moment gekommen ist und du ihn nutzen kannst, dann hat sich die Geduld gelohnt, mehr als gelohnt. Alles was du ertragen und getan hast, um genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Platz zu sein und aktiv werden zu können, macht Sinn:

  • auf deine eigene innere Stimme vertrauensvoll gehört zu haben, wenn sie dir gesagt hat: Warte noch, es ist noch zu bald, es ist noch nicht so weit
  • unbeirrt von deinen eigenen Zweifeln und unpassenden Zurufen von Außen deinen Weg weitergegangen zu sein
  • dich immer mehr frei gemacht zu haben von selbstauferlegten Fesseln wie überzogenen Forderungen, unrealistischen Erwartungen, fruchtlosem Klagen oder ermürbendem Selbstmitleid – und der Ungeduld 
  • wirklich geduldig gewartet zu haben, bis du selbst und die Zeit genau jetzt reif ist für den nächsten größeren Schritt in deinem Leben

Vorige Woche haben wir versucht, unsere Balance zu finden zwischen den Gegenpolen des Lebens, die Harmonie im Innen und im Außen. Ist dir das gelungen, hast du vielleicht selbst erlebt, dass dir Geduld in dieser Ausgeglichenheit viel leichter fällt. Und um in dieser Balance zu bleiben, oder sie immer wieder zu erreichen, braucht es erst recht wieder diese Geduld, bis Dinge wieder ins Lot kommen. 

Vielleicht ist genau das getanzte Erleben deiner Geduld auch für dich so ein passender Zeitpunkt, eine Sternstunde, auf die du schon so lange gewartet hast: Wo sich alles auf wunder-volle Weise fügt, wo möglich wird, was du dir schon lange gewünscht hast. Weil die Zeit reif ist. Oder aber zu erkennen, dass sie noch nicht reif ist für dich, und du genau diese Geduld brauchst, um die Zeit und dich selbst noch ein bisschen reifen zu lassen. Bis zu deiner Sternstunde. Im Tanz, in geduldiger Begegnung mit dir selbst und vielen anderen liebevollen Menschen wirst du das für dich erkennen können.